Handlettering

handlettering

Überall kann man es sehen, auf Postkarten, T-Shirts, Bechern oder in der Werbung – Zitate und Texte in schönen Schriften. Den wenigsten ist bewusst, dass dieser Trend einen Namen hat – Handlettering, das kunstvolle Gestalten von Buchstaben.

Viele kennen die Kalligraphie bei der, im Gegensatz zum Lettering, eine gewisse Perfektion im Vordergrund steht.
Lettering ist eher Buchstabenmalerei – erlaubt ist, was gefällt und keiner erwartet Perfektion. Es geht darum, wieder mit der Hand zu schreiben bzw. zu zeichnen.
Ich bin dazu gekommen, als ich ein Hobby suchte, dass nicht zu aufwending ist, kreativ und mit wenigen Mitteln auch mal „schnell“ zwischendurch gemacht ist. Zusätzlich finde ich es unheimlich entspannend. Das schöne daran ist, jeder kann es lernen. Auch wenn Du eher eine kritzelige Handschrift hast oder im Du dich im kreativen Bereich nicht so richtig wohlgefühlt hast – mit etwas Übung kannst Du auch etwas Besonderes schaffen.

Handlettering, Brushlettering, Kalligraphie?

Wenn man mit dem Lettern anfängt, dann laufen einem viele Begriffe über den Weg und sorgen für Verwirrung. Lettering kann man wohl als Überbegriff für das Gestalten der Schriften sehen, andere Begriffe erkläre ich mal kurz.

Handlettering

Handlettering ist das Gestalten von Buchstaben in verschiedener Größe, Form und Schriftart und kann ohne besondere Stifte stattfinden, egal ob Filzstifte, Buntstifte oder Fineliner. Man kann bei einem Stil bleiben oder Schriften kombinieren. Besonders schön ist es, wenn man Buchstaben noch verziert oder farbig ausmalt. Beim Handlettering ist auch der Untergrund nicht so wichtig, hauptsache, die Stifte machen mit und bleiben heil.

handlettering_lernen

Brushlettering

Brushlettering zeichnet sich durch unterschiedliche Strichstärke aus. Aufstriche immer dünn und Abstriche immer dick – das bringt den besonderen Brusheffekt. Für diesen Stil benötigt man sogenannte Brushpens oder Pinsel. Man muss sich am Anfang etwas überwinden, den Stift für den dickeren Abstrich fest auf das Paier zu drücken, um den gewünschten Kontrast zu erhalten, aber mit etwas Übung wird das schnell zur Selbstverständlichkeit. Da Brushpens sehr empfindlich sind, ist besonders bei dieser Art des Lettering wichtig, auf hochwertiges glattes Papier zu achten.

brushlettering

Kalligraphie

Kalligraphie ist die Kunst des Schönschreibens. Hier geht es um das perfekte Schreiben von Buchstaben und wird tratitionell mit Feder und tusche umgesetzt. Ich habe mich noch immer nicht daran gewagt, ich mag es, beim Handlettering einen eigenen Stil zu entwickeln und Buchstaben mehr zu zeichnen, statt streng zu schreiben.

Falsche” Kalligraphie (Faux Calligraphy)

Wer noch keine Brushpens besitzt oder auf einem Untergrund zeichnen möchte, der für Pinselstifte nicht geeignet ist, der kann auf die falsche Kalligraphie zurückgreifen. Hier erreichst Du den Brusheffekt dadurch, dass du das Wort mit einem normalen Stift schreibst und denn die Abstriche dick nachzeichnest.

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Bouncelettering

Beim Bouncen lässt Du die Buchstaben hüpfen und tanzen. Dieser Effekt lässt Dein Brushlettering noch interessanter wirken. Wenn sonst auf der Grundlinie geschrieben wird, dann werden beim Bouncen einige Buchstaben über und unter dieser Linie angeordnet – dies bedarf etwas Übung, um ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten.

bouncelettering

Flourishing Lettering

Flourish Lettering ist eine besondere Art, die Buchstaben zu verzieren. Hier werden die Buchstaben mit Schnörkeln versehen, was den Buchstaben einen edlen oder verspielten Touch gibt.

Digitales Lettering

Digitales Lettering ist die technische Variante des Letterings. Mit Tablet oder PC und der ensprechenden Software kannst Du Deine Werke gleich digital umsetzen.

Darf es noch etwas mehr sein?

Wer für sein Lettering dann noch ein i-Tüpfelchen braucht, der gestaltet das Kunstwerk in einem besonderen Layout und verziert alles mit Bannern, Schnörkeln, Wimpeln und Dekoelementen, setzt farbige Akzente oder kombiniert alles mit Watercolorzeichnungen.

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