Lettering Material

Besonders schön an meinem neuen Hobby fand ich, dass man eigentlich nicht viel braucht. Keine teuren Einkäufe in Bastelläden mehr, dachte ich 😉

Zumindest mir ging es dann aber so, dass ich schnell Stiftesüchtig wurde 😉 – es gibt so viele schöne Stifte und man ist immer auf der Suche, nach DEM Stift, der einem noch besser liegt.

Hier hilft nur ausprobieren, der eine liebt die Tombows, der andere kommt mit Edding besser zurecht.

Theoretisch brauchst Du für den Anfang aber wirklich nur

1 Fineliner

1 Bleistift

1 Radiergummi / Lineal

1Blatt Papier

1 Brushpen, wenn du auch schon mit dem Brushlettering anfangen willst

1 schönes Plätzchen zum Arbeiten

Stifte – wofür benötige ich was!?

Fineliner

Fineliner gehören zur Basisaustattung beim Lettern. Sie ziehen feine, klare Striche und sind in verschiedenen Stärken zu bekommen. Sie eignen sich besonders gut für filigrane Schriften, für Verzierungen und Ornamente, zum Füllen von Konturen oder zum Ausarbeiten der einzelnen Buchstaben/Schraffuren. Gerade bei der Faux Kalligraphie haben sie ein perfektes Einsatzgebiet. Damit du auch lange Freude an Deinem Kunstwerk hast, verwende am besten licht/farbechte und wasserfeste Stifte. Besonders beim Radieren soll das Lettering ja nicht seine Farbe verlieren oder beim Kolorieren verwischen.

 

Bleistifte

Besonders am Anfang ist es hilfreich seine Schriftzüge vorzuzeichnen, dafür benötigst Du einen Bleistift, den man gut radieren kann, um sichtbare Reste des Vorzeichnes wieder zu entfernen. Der Stift sollte eine mittlere Härte haben, damit das Graphit nicht verschmiert und sich nur leicht auf das Papier legt. Probiere am besten einen HB-Stift mit mittlerer Härte aus.

 

 

Brushpens

Brushpens/Pinselstifte gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Alle haben eine flexible Pinselspitze, unterscheiden sich aber in der Strichstärke und Flexibilität. Je nach Projekt wählt man die entsprechende Stiftstärke, aber auch die persönliche Vorliebe spielt eine große Rolle. Hier hilft nur Ausprobieren und verschiedene Brushpens testen. Bei Brushpens unbedingt auf sehr glattes Papier achten.

 

 

Gelstifte, Marker und weiße Farbstifte

Besonders weiße Gelstifte/Farbstifte kann man wunderbar verwenden, um Akzente zu setzen oder um auf dunklem Papier/Kraftpapier zu lettern. Auch Marker mit starker Deckkraft und Metalliceffekt können ganz wunderbar auf dunklem Untergrund aussehen.

 

 

Aquarellstifte

Diese Art der Buntstifte enthalten wasserlösliche Farbe und können nach dem Gestalten mit Pinsel und Wasser vermalt werden, damit kannst Du tolle Verläufe kreieren und hübsche malerische Akzente setzen.

Zum Vermalen eignen sich einfache Pinsel oder auch Pinselstifte, die über einen „eingebauten“ Wassertank verfügen.

 

 

Lieblingsstifte

  1. Tombow WS-BH Brush Pen Fudenosuke, harte Spitze, schwarz
  2. Tombow WS-BH Brush Pen Fudenosuke, weiche Spitze, schwarz
  3. Uni Ball Signo Gel Tinte Kugelschreiber oder Pentel K230-WO Hybrid Gel Grip DX Tintenroller
  4. PIGMA MICRON Fineliner
  5. Ecoline Brushpens
  6. edding Pinselmaler edding 1340 brushpen
  7. Pentel SES15C Brush Sign Pen

Das sind die Stifte, die ich aktuell am liebsten verwende.

(unbezahlte nicht beabsichtigte Werbung – alle Stift selbst gekauft -Markennennung dient nur der Vorstellung)

 

Wähle Dein Material immer nach Deinem Projekt aus. Je nach der geplanten Größe Deines Letterings verwende dickere oder feinere Brushpens – oder kombiniere Stifte für mehr Kontrast.

 

Papier

Für viele ist Papier halt Papier, das gibt es vielleicht noch in dicker und dünner und in verschiedenen Farben.

Für das Lettern, vor allem für das Brushlettering, ist das optimale Papier aber schon sehr wichtig.

Beim Kauf solltest Du auf das Papiergewicht und die Oberfläche achten.

Günstiges Kopierpapier hat ein Papiergewicht von 80 g/m2, ist damit sehr dünn und hat meistens eine eher rauhe Oberfläche. Es eignet sich gut für Übungen, Skizzieren und für Vorlagen.

Dadurch, dass es sehr dünn ist, kann man es am Anfang gut zum Abpausen nutzen.

Für Brushpens ist eine rauhe Oberfläche aber tödlich, die Spitzen fransen aus, das Schriftbild verschwimmt und der Pen gleitet nicht so leicht über das Papier.

Ich verwende Papier mit einem Papiergewicht von mindestens 120 g/m2 und kaufe es nur, wenn es den Streicheltest übersteht. Wer es einmal versuchen will nimmt unterschiedlich Papiersorten und streichelt sanft über die Oberfläche, du wirst den Unterschied spüren.

Mein Lieblingspapier ist das

  1. Clairfontaine Digital Colour Printing für Laserdrucker 120 g/m2
  2. mondi Color Copy for digital color printing 120 g/m2

Besonders schön sind auch Letterings auf bräunlichem Kraftpapier/Geschenkpapier/Papiertüten oder auf farbigem Papier – ich bevorzuge schwarz, weil ich besonders gerne mit weißen Gelstiften arbeite.

 

Lineal, Geodreieck, Radiergummi

Besonders am Anfang ist ist hilfreich mit Hilfslienien zu arbeiten oder sich ein Layoutgitter zu zeichnen, das man dann mit Text füllt. Helferlein sind da Lineal, Geodreieck, Zirkel und Co.

Beim Radiergummi achte darauf, dass es nicht zu hart ist, damit es das Papier nicht beschädigt oder zuviel Farbe deiner Reinzeichnung abgrtragen wird.

Hilfslinien oder Gestaltungsraster sind Deine Freunde – nutze sie. Vorzeichnen ist keine Schande.